Die Schreckens-Sex-Studie

07. März 2010

Sehr verehrte Blogschaft!

Es gibt ein Wort, das man einfach lieben muss: RESTURLAUB.

Heißt im Klar-wie-Kloßbrühe-Text: Bis Ende März muss ich meinen angestauten und null verstaubten Resturlaub nehmen, sonst verfällt der. Da ich keine Freundin von verfallenen Dingen bin (abgelegte Männer, abgelaufener Frischkäse, It-Bags der vorletzten Saison), habe ich für mich entschieden, dass der perfekte Zeitpunkt zum Resturlaub-Nehmen exakt jetzt gekommen ist.

Bin ab morgen für satte zwei Wochen weg. Weg aus meiner geliebten AZ-Redaktion, in der es doch sooo sch(n)ee sein kann.

Hüttengaudi in der Hopfenpost: Die AZ-Dachterrasse ist auch ohne Schnee schee. Foto: W. Inter

Hüttengaudi in der Hopfenpost: Die AZ-Dachterrasse ist auch ohne Schnee schee. Foto: W. Inter

Drinnen ist es natürlich auch ganz nett. Und das mein ich zur Abwechslung völlig schleimfrei.

Nach meinem 48-Stunden-Winterschlaf hat meine liebe Freundin Hotti (sie ist wirklich hot), die eigentlich ausschließlich vegan lebt, meine Lebensgeister reloaded. Sie besuchte mich am Samstag und brachte zum Brunch die perfekte Kombi mit: Weißwürste plus süßer Senf plus Brezn (wurden diesmal auch gegessen und nicht nur auf dem Boden verteilt) plus Schampus.

Jawoll, Schampus ist das neue Weißbier und passt sauguad zu Weißwürsten. Nimmt dem ganzen Gewurstel-Gedöns die Schwere. Nach diesem prickeligen Bavaria-Brunch gab es nur ein Thema zu thematisieren.

So ne neue, sicherlich irre repräsentative Studie hat folgende Schreckensmeldungen über die Liebe ergeben. Hier die Blog-Schocks im Schnelldurchlesen:

1. Eine Frau ist in ihrem Leben durchschnittlich 7 x verliebt.

2. Eine Frau hat in ihrem Leben durchschnittlich mit 9 Männern Sex (Männer haben mit 12 Frauen Sex).

3. Jeder Mensch hat durchschnittlich 5100 Mal Sex. Nicht in einem gut laufenden Jahr, sondern im ganzen Leben!

4. Eine Frau hat insgesamt 1836 Orgasmen (Männer ungerechterweise 4233).

5. Eine Frau küsst in ihrem Leben 80 Männer (allerdings müssen davon 71 furchtbar grauenhaft knutschen, wenn sie nur mit 9 Männern davon Sex hat).

So. Nix als Fakten, Fakten, Fakes?

Offenkundig ist das die totally Wahrheit. Was meint Ihr? Fühlt Ihr Euch damit richtig verstanden - und vor allem wiedergegeben?

Zu meiner bescheidenen Wenigkeit kann ich nur sagen: DAS! IST! JA! SCHRECKLICH!

Wenn ich als Anti-Einstein richtig rechne, täuscht eine Frau insgesamt 3264 Orgasmen vor. Hilfäää! Wir schlimm ist das, bitte!?

Noch bedrohlicher finde ich jedoch die Erkenntnis, dass frau nur 7 x verknallt ist. Ich war im Kindergarten wirklich schwer verliebt (etwa drei Mal), vielleicht sogar schon in der Krabbelgruppe, aber daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Dann in der Grundschule bestimmt vier Mal - und schwupps! ist mein Verliebtheits-Konto schon aufgebraucht, bevor ich zum Teenie wurde und weiß, wie man mit ner Wimperntusche korrekt umgeht.

Das kann also nicht wahr sein, oder? Wie traurig müssen Frauen sein, die in ihrem ganzen Leben nur 7 x verliebt sind?? Klaro, manchmal erwischt’s einen doller, aber verliebt ist verliebt. Da darf es doch nicht so ne läppische Zahl im einstelligen Bereich als Schmetterlinge-im-Bauch-Grenze geben. Ich persönlich kenne wirklich keine Frau, die nur 7 x verliebt war.

Wo sind diese armen Gestalten?

Ok, 7 große Lieben mag es nicht geben. Ich für mich glaube felsenfest daran, dass es nur die eine große Größt-Liebe gibt. Es gibt Mini-Lieben oder Lieben light. Aber die wahre Wahnsinns-Liebe gibt es nur ein Mal. Punkt.

Und die werde ich jetzt zwei Wochen lang suchen. Wünscht mir Glück!

Bussi, Eure Holidayly!

Rätsel des Alltags

05. März 2010

Liebe Kniffis und Sudokus,

war die letzten 48 Stunden abgetaucht. Hatte wohl zuviel von allem. Ich hab einfach mal durchgepennt. Mein Arzt sagte: “Sie brauchen dringend Ruhe! Machen Sie Ihr Handy aus!”

Nichts unlieber als das. Soweit muss es ja wirklich nicht gleich kommen. Mach mein Handy türlich NICHT aus. Aber ich war so am Ende, dass ich die 197 Anrufe auf voller Lautstärke eh nicht gehört habe. Ich persönlich deute das mal als supergutes Zeichen, doch noch abschalten zu können (ohne gleich ausschalten zu müssen).

Ich haute mich ins Bett, neben mit eine Wasser- und eine Teeflasche. Muss reichen.

Ich schlief, schlief, schlief und schlief. Irgendwann nach zig Seltsam-Träumen wachte ich auf und wusste nicht mehr, was die letzten 48 Stunden los war in der Welt. Hab ich was verpasst? Wo bin ich eigentlich? Meine Haare - ein einziger Knoten. Mein Gesicht - selbst bei Todesandrohung nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Mein Zustand - eine Katastrophe.

Immer, wenn ich verwirrt bin, gehe ich in die Küche. Doch das hätte ich besser mal nicht getan. Denn dort sehe ich ein Bild, dass mich bis heute ratlos macht. Um Himmels Willen, was ist bloß hier passiert?

???

???

Lacht mich aus! Macht, was Ihr wollt - aber helft mir! Ich habe keinen blassen Schimmer, was mir dieser Anblick verraten soll. Shit! Was ist hier passiert, während ich gepennt habe?

U.A.w.g.!!!

Bussi, Eure Verwirrterly.

Ich bin Dietlinde Bohlen

01. März 2010

Shalom!

Koschere Wurst hab ich noch nie probiert, aber egal: Die  Zionistische Jugend Deutschland sprach mich in hübscher Form von Nelly Rajber und meiner lieben Liebe suchenden Freundin Indira Weis (Ex-Bro’Sis) an, ob ich nicht Bock hätte, bei so ner Art jüdischen DSDS mitzumachen.

Erst der Schock: ICH und SINGEN!!?? Das wär echt mal meschugge!

Dann die Entwarnung: Ich soll in der Jury sitzen und den Superstar 2010 suchen.

Bin ich etwa Dieter Bohlen? Logo!!

Offiziell heißt das Ganze ZJD sucht das Supertalent und fand am Samstagabend in der Israelitischen Kultusgemeinde am Jakobsplatz statt - gegenüber der Synagoge.

Als Dietlinde Bohlen hab ich’s zwar vorher nimmer drei Stunden non-stop ins Solarium geschafft, dafür bin ich irre pünktlich beim Casting-Event. Trage extra was Buntes, weil ja - Achtung, Allgemeinbildungs-Attacke! - Purim ist.

Purim ist jüdischer Fasching. Wie mir Indira vorab erklärte, trinken zu Purim alle Juden so viel koscheren Wein, dass sie “nicht mehr zwischen Gut und Böse unterscheiden können”. Klingt doch verlockend.

ZJD sucht das Supertalent. Foto: Remmy Demmy

ZJD sucht das Supertalent. Foto: Remmy Demmy

Trinke also koscheren Weißwein und finde mich zwischen Krokodilen, Supermen, Batmen, Starwars-Lookalikes, Irgendwassen, Prinzessinnen und Fröschen wieder. Der Durchschnittsgast an diesem Abend ist übrigens 8 Jahre alt, unheimlich aufwändig verkleidet - und etwa in der Höhe meines Weinglases, wenn ich es mit ausgestrecktem Arm nach unten halte. Das hat zur Folge, dass im Getümmel ständig ein verkleidetes Kind und/oder Top-Talent der Zukunft gegen das Weinglas knallt. Oh je, zum Glück sieht man die blauen Flecken hinter knallgrün geschminkten Gesichtern oder etlichen Masken nicht.

Die Moderatoren Nelly Rajber und Tom Jäger begrüßen mich und sind wie überhaupt alle wahnsinnig charming.

Los geht's auf dem roten Teppich (v. l.): Indira, Nelly, Tom und Dietlinde. Foto: Remmy Demmy

Los geht's auf dem roten Teppich (v. l.): Indira, Nelly, Tom und Dietlinde. Foto: Remmy Demmy

Dann Action! 300 Gäste sitzen im Saal, diverse Fan-Gruppen haben Plakate und Plüschtiere dabei. Ich sitze neben der wilden, frechen Schauspiel-Hoffnung Jonathan Beck (”Wilde Kerle”, “Freche Mädchen”), den ich zuvor nicht persönlich kannte, aber gleich in mein Herz schließe. Wirklich ein sweeter Typ.

Die knallharte Jury: Indira, Jonathan und Dietlinde. Foto: Remmy Demmy

Die knallharte Jury: Indira, Jonathan und Dietlinde. Foto: Remmy Demmy

Die Show startet. Laute(r) süße Kiddies singen. Von Kelly Clarkson bis Nena. Ariella, Kandidatin Nr. 1, rockt gleich mal los. Bin platt. “Haste kein Lampenfieber?”, frag ich sie. “Nööö!”

Engelsgleich und trotzdem rockig: Ariella. Foto: Remmy Demmy

Engelsgleich und trotzdem rockig: Ariella. Foto: Remmy Demmy

Munter und kunterbunter geht’s weiter. Der Saal tobt, die Kandidaten und Kandidätchen sind alle so fantastisch, dass mir die Spucke wegbleibt. Sehr lässig sind Ben und Eden. Die zwei Gangsta-Boys beatboxen um die Wette.

Die Fantastischen Zwei: Ben und Eden.

Die Fantastischen Zwei: Ben und Eden. Foto: Remmy Demmy

Danach ist wieder unser ultra-fachkundiges Jury-Beurteile gefragt. Moderator Tom meint: “Kimberly, die Jungs haben mir hinter der Bühne gesagt, dass sie gerne mal mit Dir weggehen würden. Was meinst Du?”

Ooops! Na, das ist mal ne Anfrage. Ich rufe ins Mikro: “Geht ihr beiden denn überhaupt schon weg?”

Die Gangsta-Boys schreien: “‘Türlich!!!” Verdutzt gucke ich sie an, sage: “Na, wenn das so ist, ziehen wir mal gemeinsam um die Häuser!” Ben und Eden strahlen.

Kontrastprogramm liefert der sieben-jährige Uri am Cello, Grace Schmerz (What a name! Was ne Stimme!) und Rabbiner Diskin. Er drückt den Altersdurchschnitt stark nach oben, trägt einen Orange-farbenen Hut und einen krachig-bunten Mantel. Er liest das Buch Esther so schnell, weil er es ins Guiness Buch der Rekorde schaffen will. Die Zeit läuft, der Rabbiner legt sich ins Zeug. Atmet nicht, liest nur. Dazwischen muss das Publikum immer jubeln und schreien, wenn ein grünes Schild nach oben gehalten wird. Witzig. Er ist die bessere Lady GaGa.

Rund zwei Stunden später tagt die Jury. Wir sind uns schnell einig.

Platz 3: Grace Schmerz.

Platz 2: Ben und Eden.

Platz 1: Diana und Victor, die als letzte aufgetreten sind und eindeutig die ersten sind. Sie sangen “Halleluja” und haben als Geschwister das Gänsehaut-Gen. Echt n Ohrwurm, ich könnte das Lied ständig hören. Toll! Applaus! Masel tov!

Sie sind Superstar: Diana und Victor. Foto: Louma

Sie sind Superstar: Diana und Victor. Foto: Louma

Wir bekommen blaue Shirts und trällern auf der Bühne ein Abschieds-Song. Ich selbst playbacke lieber, kenn den Text ja leider eh nicht.

Das Finale. So schee war's! Foto: Louma

Das Finale. So schee war's! Foto: Louma

Was ne Nacht! Beim Rausgehen sprechen mich unzählige Eltern an - teilweise auf Hebräisch. Bedanken sich, laden mich ein, etc.  Die Kinder bzw. Superstars wollen Autogramme von mir und werfen Konfetti in mein Haar: “Uhi, bleibt das toll hängen!”

Ein sehr cooler Ur-Ur-Großvater eines Kandidaten, der auch beim Paten hätte mitspielen können, drückt meine Hand und sagt: “Sie haben das so toll gemacht!”

Ich freue mich. Fühle mich zwischen all den entzückend netten Menschen echt geliebt. Klingt schnulzig, aber wurscht (türlich koscher!).

Mit Indira düse ich noch schnell in die P1 Bar, auf n sprizzigen Absacker, der bis etwa 4.30 Uhr morgens dauert. Viele lässige, erwachsene Menschen. Und viele Frauen, die, nun ja, XXXXXXXXXXXXXX machen.

Wenn ich ehrlich bin, war es mit den Kiddies witziger.

Bussi, Eure Koscherly!

Das Taxi der Liebe

26. Februar 2010

Hallo und Hup-Hup!

Habe als Nicht-Heimchen mal wieder mein Heimchen verlassen (nachdem der Kurzschluss mittlerweile zum Langschluss wird) - und die wohl schönste, anrührendste Taxi-Fahrt meines Lebens erlebt.

Auf dem Weg nach Nachtleben-Nirgendwo schwinge ich meine Stöckel ins Gelb-Auto und höre eine männliche, ziemlich bayerische Fahrerstimme sagen: “Jetzt wird der Tag doch noch gut! Mit so ner netten Dame wie Ihnen! Danke, dass Sie mitfahren! Ich freue mich so!”

Huch! Verwechselt der mich mit seinem persönlichen Schutzengel? Ich antworte etwas irritiert: “Als DAME wurde ich ja noch nie bezeichnet! Wie, äh, nett! Ich, äh, freu mich auch wirklich sehr!”

8,60 Euro weiter weiß ich, dass der Taxi-Fahrer der wohl glücklichste Mann der Welt ist. Er ist seit 50 Jahren mit seiner Frau verheiratet - und dass, obwohl er gar nicht so alt wirkt. Es war Liebe auf den ersten Blick. Und es ist immer noch Liebe auf den ersten Blick. In 50 Jahren haben sie sich kein einziges Mal gestritten. Eine goldige Traum-Ehe, die eigentlich keine Realität überlebt.

Wie zum Beweis klingelt sein Telefon und seine Frau ist dran. “Ich hab hier eine nette Dame sitzen, meine Liebste”, sagt er. “Aber danach komm ich nach Haus. Ich freu mich auf Dich, meine Liebste!” Außerdem richtet er mir unbekannterweise liebste Grüße der Liebsten aus. Uff, uff. Werde langsam gefühlsduselig.

Was ist das Glücks-Geheimnis, will ich natürlich very dringend wissen. Der Taxi-Fahrer scannt mich im Rückspiegel, zieht seine Augenbraue hoch und sagt verschwörerisch-strahlend: “Meine Frau und ich sind wie die Steine in der Isar, wir schleifen uns gegenseitig richtig hin.”

Meine Augen füllen sich mit Tränen der Rührung. Ich sitze tatsächlich dort: im Taxi der Liebe. Hielt das ja immer nur für eine urbane Liebeskummer-Legende von Münchnern, die zu viel von allem konsumiert haben. Aber, wow!,  es gibt ihn wirklich, wirklich, wirklich - den Liebes-Taxi-Fahrer.

Deshalb sage ich auch: “Es gibt Sie ja echt! Ich dachte, Sie sind eine Erfindung von Pseudo-Romantikern, die zwischen P1 und H’ugo’s den Glauben an die große Liebe verloren haben…”

Der Taxi-Fahrer der Liebe lächelt mich an. Er verströmt so wahnsinnig viel Glück, dass es kaum zum Aushalten ist. Fast wäre ich an der roten Amepl getürmt. Aber, nein. Todesmutig bleibe ich bei ihm sitzen und stelle mich der vollen Liebes-Offensive. Das Taxi ist eine Therapie (ohne Terminvereinbarung), der man nicht entkommt. Im Rückspiegel werde ich mit mir konfrontiert. Meinen Gefühlen. Meinem Lieben und Leiden.

Wer beim Taxi-Fahrer der Liebe mitfährt, ist danach glücklich. Hat Hoffnung. Glaubt wieder. An sich, die Menschen - und vor allem an die Männer. “Könnte ich bitte Ihre Nummer haben?”, frage ich doch irgendwie recht naiv.

“Entschuldigen Sie, schöne Dame, ich habe kein Telefon”, antwortet der Taxi-Fahrer.

“Aber wie ziehen Sie dann die Aufträge ans Land?”, frage ich irre investigativ.

Der Taxi-Fahrer: “Gar nicht. Ich suche mir meine Fahrgäste selber aus. Ich sehe, wer mich braucht.

15,10 Euro plus Trinkgeld später verabschiede ich mich von ihm. Der Taxi-Fahrer der Liebe macht mir die Türe auf, gibt mir mein Geld zurück und sagt: “Ich möchte kein Geld von Ihnen annehmen, ich möchte, dass Sie etwas von mir annehmen…” Der Taxi-Fahrer der Liebe ist klein, knautschig, irgendwie süß und weißhaarig. Eine Mischung aus Engel, Mönch und Gnom.

“Was soll ich von Ihnen annehmen?”

Der Taxi-Fahrer der Liebe nimmt meine Hand und drückt sie fest an sein ausgeglichen pochendes Herz.

Mir kullert eine Träne über die Wange. “Danke” sage ich noch, putze meine Nase und schaue hoch. Das Taxi ist verschwunden, aber die Liebe ist noch da.

Bussi, Eure Taxerly.

Bin ich Heimchen?

22. Februar 2010

Liebe Putzteufel und Herd-Engel,

ich bin ja echt mal gern daheim. Vorzugsweise zum Schlafen. Wenn ich frei habe, lebe ich eigentlich in meinem Bett. Bis ich abends wieder raus muss.

Soviel zu meiner Verteidigung. Denn DAS glaubt mir kein Mensch. Hatte ein Daneben-Date mit Don Promillo - wohl gemerkt bei mir Zuhause, weil sonntags in München ja nicht grad der Aschenbecher, äh Bär tobt (sorry, Münchner Insider-Joke).

Don Promillo ist ja Eventmanager, wir kennen uns noch nicht allzu lange, weshalb ich mich für unser exklusives Zweier-Event mächtig ins Zeug gelegt hab. Es gibt Sprizz (Überraschung!), Sesamstangen und besonders teure Chips. Wir sitzen in meiner Küche, es ist alles ganz nett und knuffig und tralala.

Da wir uns noch nicht allzu lange kennen - also seit vorvorgestern -, er aber nen durchaus charmanten Eindruck macht, lege ich mich gesprächstechnisch voll ins Zeug. Bin lustig, nicht zu verführerisch, allerdings auch nicht zu wenig, interessiert, offen, alles eben.

Mister Promillo lacht viel, erzählt verrückte Party-Geschichten, versucht mich zwischendruch zu küssen und schlägt sich ganz gut.

Plötzlich dann das. Don Promillo fragt mich, ob ich meinen Job mag. Hallo??? Ich LIEBE meinen Job. “Warum?”, frage ich zurück.

“Naja”, sagt er. “Du machst Dich gut so daheim.”

Ich starre entsetzt und verwirrt auf den Chips-Haufen. “Tüten öffnen kann doch jeder”, murmel ich vor mich hin. Don Promillo greift nach meiner Hand, schaut eigentlich ganz süß und meint: “Du bist die perfekte Hausfrau, Kimberly!”

Ich verschlucke mich an meinem Sprizz. Is das n Wizz?

Bin ich Heimchen?

Ich bin vielleicht die perfekte Anti-Hausfrau. In meiner Wohnung ist so ziemlich alles kaputt (Bett, Kühlschrank, Staubsauger, etc.). Als ich vor 100 Jahren das letzte Mal gebacken habe, habe ich Salz und Zucker verwechselt - und alle, die den Erdbeerkuchen gegessen haben, mussten sich übergeben. Das einzige, was ich kochen kann, ist Espresso. Ich weiß nicht mal, wie ich einen Kühlschrank abtaue - und wieso ich das überhaupt tun sollte.

Wer mich wie Don Promillo so völlig falsch sieht, kann nicht der Richtige sein. Deshalb sage ich: “Könntest Du bitte gehen. Ich möchte heute Abend noch bügeln und alle Wasserhähne entkalken.”

Als Don Promillo meine Wohnung verlässt, gibt es einen Kurzschluss. Wie passend. Ich sitze im Dunkeln und weiß nicht, wie das Licht wieder angeht.

R.I.P.romillo

Bussi, Eure Heimerly.

Knucci und Sex-Fasten

21. Februar 2010

Liebe Freunde tiefgründiger Blogs,

auf der schmucken Thomas-Sabo-Party im Postpalast sagt mein lieber Kollege, nennen wir ihn Tim Trizeps, zu mir: “Kimberly, ich faste.” Mich haut’s fast aus meinen löchrigen Socken, denn er lebt eh schon das Gegenteil-Leben von mir: kein Alk, viel Sport.

“Was, bitte, willst Du noch fasten?”, frage ich zurück. Tim Trizeps mit dem Wasserglas in der Hand antwortet: “Sex. Ich verzichte völlig auf Sex.”

Um Himmels Willen!

Ich mein: Ok, die letzte Frau, die er getroffen hat, wollte in der selben Nacht noch n Dreier mit ner Frau. Da konnte Tim Trizeps dann auch grad nix machen, weil er allein da war und um vier Uhr morgens auch keine Bekannte wecken wollte.

Die letzte Frau, mit der er so halb zusammen war, sagte zur Begrüßung: “Ich bin devot. Du kannst alles mit mir machen.” Das wollte er dann auch nicht. Obwohl sie seltsame Schulmädchen-Kostüme trug.

Man könnte jetzt also meinen, dass er den Glauben an die Frauenwelt langsam verliert. Blitzschwul werden muss oder so.

Aber: Ist Sex-Fasten seine Rettung?

Ich bezweifel das. Deshalb wollte ich ihn verkuppeln. Mit ner Frau, die auch gerne spinnt - also zum Spinning geht. Das tun derzeit ja alle (bis auf meine Wenigkeit). Allerdings hat Tim Trizeps ihr Foto auf Facebook gesehen und sagt: “Null mein Typ. Ich will mehr den Prinzessinnen-Typ.”

Ja, halleluja! Sind wir nicht alle Prinzessin?

Immer, wenn ich im Gucci-Laden an der Maximilianstraße bin, fühl ich mich jedenfalls so. Bei der “Timeless Cocktail”-Party schlürfe ich Schampus - mal was Neues - und werde von meiner Lieblings-Lifestyle Königin Marion Heinrich (Gucci, Chloé, Manolo Blahnik) beschmuckt und begluckt. Besonders liebe ich ihr Herzerl-Tattoo und ihr warmes Herz ohne Tattoo. Muss mal gesagt werden dürfen. Wenn Frauen Frauen Komplimente machen, ist’s echt ehrlich. Kein Schleim, kein Hintergedanke.

Marion Heinrich und ich (bin nicht geschrumpft, hab mich nur runtergekniet). Foto: Remmy Demmy

Marion Heinrich und ich (bin nicht geschrumpft, hab mich nur runtergekniet). Foto: Remmy Demmy

Marion Heinrich singt mir ins Ohr: “Die Ohrringe sind ganz neu! Musst Du probieren, Kimberly! Die passen perfekt zu Dir!” Glaub ich ja gern.

Kimberlucci. Foto: Remmy Demmy

Kimberlucci. Foto: Remmy Demmy

Bin prompt verknallt in die Dinger. Dann der Schock, der mit noch mehr Schampus runtergespült werden muss. Leider passt der Preis nicht ganz zu mir: Die  Ohrringe kosten satte-saftige-sündige 1590 Euro. Uff! So ähnliche Teile hab ich mir mal bei H & M für 1,90 Euro gekauft. Ok, die fallen zwar immer vom Ohr runter und einen hab ich auch deshalb verloren, aber hey: 1,90 Euro. Da will selbst ich nicht meckern.

Zur Beruhigung meiner angekratzten Konto-Nerven probiere ich einen Cocktailring. Lila-Gold. Was ne Kombi. Perfekt für mich zur nicht vorhandenen Verlobung. Will ich mich heiraten?

Will ich mich heiraten? Jaaa! Foto: Remmy Demmy

Will ich mich heiraten? Jaaa! Foto: Remmy Demmy

Jaaa, ich will - wenn ich mir diesen Ring (für rüstel-hafte 3690 Euro) dabei anstecken darf!

Dann geht zwischen all dem Luxus und Edel-Zeugsl mein Herz auf. Don Promillo holt mich trotz Horror-Regens ab. Knucci bei Gucci!

Marion Heinrich ist auch ganz verzückt als sie ihn sieht: “Was für ein toller Typ! Und dieser Mantel! Wie geil sieht das aus!”

Womit bewiesen wäre: Schöner als jeder Ring ist ein Mann, der meine Hand hält.

Bussi, Eure Kimberlucci!

Fisch-Wiesn mit Don Promillo

18. Februar 2010

Prösterchen!

Ach, was liebe ich diese Anti-Fastenzeit!!

Ich seh da echt kein Problem, länger durchzuhalten. Könnte nur sein, dass ich spätestens an Ostern in Rehab lande. Auch egal, ist ja heutzutage gut für die eigene Legendenbildung.

Gestern Abend also Aschermittwoch in Edi Rein- und Scherzbolds Franziskaner. Edi ist nicht nur der schlankste Wiesn-Wirt von allen, er ist obendrein flirty Frauenversteher und echt ein lustiger Kerl. Ein Original eben. Seine Sätze kann ich teils nicht wiedergeben, weil nicht jugendfrei (und hier lesen ja auch Drei-Jährige mit).

Ich quatsche mit Mario Adorf, Horst Seehofer und begrüße schließlich Edi Reinbold. Der sagt prompt zu seinem Sohn Ludwig: “Du kümmerst Dich heute um die Kimberly, aber nur beruflich.” Ludwig: “Danke, Papa, das Du das extra dazu sagst.”

Alle Unwichtigen müssen leider draußen bleiben: Franziskaner-Wirt Edi Reinbold. Foto: Remmy Demmy

Alle Unwichtigen müssen leider draußen bleiben: Franziskaner-Wirt Edi Reinbold. Foto: Remmy Demmy

Durch ein Reinbold’sches Wunder hab ich für mich und drei Menschen meines Vertrauens und Herzens auf den allerletzten Drücker noch einen Vierer-Tisch im Hofgarten ergattert. Dort, wo die Jugend (hüstel) hockt. Stephanie Dämmrich von Luttitz, die Vilsmaier-Tochter und zig andere Adels- und Promi-Kiddies tanzen auf den Tischen  und grölen zur Live-Kapelle DJ Ötzis “Ein Stern”.

The Place to B(i)e(r): Im Hofgarten im Franziskaner amüsieren sich die Schönsten und Jüngsten. Foto: Augus Tina

The Place to B(i)e(r): Im Hofgarten im Franziskaner amüsieren sich die Schönsten und Jüngsten. Foto: Augus Tina

“Ist ja wie Wiesn”, sagt mein umwerfender Begleiter. Nennen wir ihn passend zur Anti-Fastenzeit Don Promillo. “Das hier ist die Fisch-Wiesn!”

Stimmt! Ist echt wie Wiesn, nur mit noch mehr Schampus. Edis Sohn Ludwig kümmert sich rührend um uns. Öffnet eine Rosé-Champagner-Flasche nach der nächsten. An seinem Jankerl hängt ein Konterfei vom Papst. Mei!

Halleluja! Ludwig hat den Papst immer bei sich. Foto: Remmy Demmy

Halleluja! Ludwig hat den Papst immer bei sich. Foto: Remmy Demmy

Ich stoße mit Ludwig an . . .

Die Welt ist rosig! Ludwig + ich. Foto: Remmy Demmy

Die Welt ist rosig! Ludwig + ich. Foto: Remmy Demmy

. . . und schaue Don Promillo in seinen wunderhübschen Augen. Der trinkt seinen Schampus - und dazu ein Helles. “Gegen den Durst!” Eh klar.

Ich esse einen Baby-Loup de Mer, der ein Riesenbaby ist. Da Fische in schönen Gewässern schwimmen müssen, wird die nächste Schampus-Flasche geholt. Life is rosig! Fastenzeit forever!

Edi Reinbold kommt an unseren Tisch, ratscht und lacht mit Don Promillo - und sagt dann zu mir: “Da haste Dir ja echt einen Riesen-Typen geangelt!”

Ist ja auch Fisch-Wiesn. Und zur Wiesn-Zeit verlieb ich mich bekanntermaßen mal ganz gern.

O’funkt is!

Bussi, Eure Champagnerly

Das Anti-Fasten

17. Februar 2010

Meine lieben Verzichts-Verzichter!

Fast hätt ichs vergessen - das Fasten. Ab heute geht’s ja wieder rund, bzw. überhaupt nicht. Auf alles, was ungesund und unglaublich lustig ist, soll verzichtet werden.

Was soll ich sagen? Vielmehr: Was soll ich machen?

Ich habe in meinem Leben ein einziges Mal gefastet. Das war schrecklich genug. Habe eine Woche (sprich: sieben elendig lange Tage) gefastet - und alles aus meinem L(i)eben gestrichen, was funny ist.

Kein Schampus mehr, kein Sprizz, keine Zigaretten, kein Koffein (nicht mal Cola light), keine Süßigkeiten, keine feste Nahrung (nicht mal Kaugummi).

Nach zwei Tagen und Nächten ging es mir so furchtbar, dass ich hätte heulen könnten. Allerdings fehlte mir dazu die Energie. Ich war unglaublich grantig, müde, zittrig und halb erfroren. Das mit dem Sex hat sich dann auch erledigt, weil welcher Mann will schon so ne unausstehliche Kuh-Frau? Eben.

Nach drei Tagen fingen selbst meine allerengsten Freunde an, sich ernsthaft Gedanken zu machen. “Hör auf mit dem Shit! Du bist grauenhaft unlustig, Kimberly”, das war der Soundtrack zu meiner Fastenzeit.

Also stoppte ich das Projekt Langeweile nach sieben Tagen. Weniger ist halt doch nicht mehr. Weniger ist einfach weniger. Punkt und Point. Wer mir von angeblichen inneren Friedensausbrüchen erzählt, lügt ganz unverschämt.

Deshalb habe ich für 2010 beschlossen: Ich mache Anti-Fasten.

Im Klartext mache ich alles noch mehr. Finde das eine sehr gelungene Einstellung. Allein der Gedanke ans Anti-Fasten ist hochmotivierend und bestärkend.

Eben rief mich Wiesn- und Franziskaner-Wirt Edi Reinbold an. Heute am Aschermittwochabend findet bei ihm das legendäre Fischessen statt. Er will, dass ich unbedingt komme. Is(s) eh klaro. Gibt ja leckeren Waller, dazu Ministerpräsident Seehofer und andere irre wichtige Menschen.

Ein Prosit auf die Fastenzeit: Edi Reinbold. Foto: Martha Schlüter

Ein Prosit auf die Fastenzeit: Edi Reinbold. Foto: Martha Schlüter

Letztes Jahr hatten Edi und ich für zwei Sekunden überlegt, mal wieder unlustig zu fasten. Tranken dann aber doch lieber sehr lustig Rosé-Champagner. Er ist also der ideale Anti-Fasten-Partner für mich heut Abend.

Selten habe ich mich so aufs Leben gefreut, wie zur Anti-Fastenzeit. Wetten, dass ich es bis Ostern durchhalte?

Ein anti-fastenmäßiges Triple-Bussi (mehr ist halt mehr), Eure Fischerly!

Die neuen Männer

12. Februar 2010

Mannomann, Ihr Schönsten!

Ich fall mal gleich mit der Tür ins Blog-Haus. Habe eine Entdeckung gemacht, die Euch alle zutiefst schockieren dürfte: Männer sind keine Männer mehr.

Bittäää?

Yes, (s)he can! Männer sind die besseren Frauen.

Kein Zweifel, keine Zicken. Männer machen neuerdings all das besser, was wir Frauen eigentlich für uns reserviert hatten.

Meine Hardcore-Recherche hat das zu absoluter Sicherheit und mega-repräsentativ ergeben. Auf der Touareg-Weltpremiere mit Thomas Gottschalk traf ich im Postpalast auf zwei bessere Frauen. Kino-Beau Erol Sander, der mir vom Windeln wechseln vorschwärmte, seinen Glücks-Gefühlen zu seiner Frau, seinen Bald-Papa-Freuden (in drei Wochen kommt Kind Nr. 2), seinem ganzen schnulzig wundervollen XXLiebesleben.

Kitschig? Nö! So süß!

Die besseren Frauen: Felix Raslag (l.) und Erol Sander. Foto: E. Manze

Die besseren Frauen: Felix Raslag (l.) und Erol Sander. Foto: E. Manze

Später traf ich Felix Raslag, der sich um Petra Schürmann bis zu deren Tod kümmerte. Er zu mir: “Im Himmel ist sie wieder bei ihrer Tochter. Petra wird dort ihre Stimme zurückbekommen - und kann wieder mit ihr reden.”

Puh. War echt geplättet von so viel Emotion. Und das alles auf ner pseudo-steifen Auto-Party, wo der Männer-mit-Gefühl-Faktor doch sonst eigentlich immer so hoch ist wie der Frauenanteil. Nämlich 1 Prozent.

Kein Wunder, dass alle nur Sekt trinken wollten. Wenn Männer die besseren Frauen sind, dann ist Sekt das neue Dosenbier.

Das bessere Dosenbier: Sekt. Foto: H. Icks

Das bessere Dosenbier: Sekt. Foto: H. Icks

Am nächsten Abend bin ich da hingerannt, wo alle Münchner spätestens glückselig werden - im Selig. Ich aß Schnitzel mit Bratkartoffeln, weil Frauen das jetzt essen müssen. Männer sind die besseren Frauen und mampfen nur noch Salat. Ja, so weit ist es gekommen.

Und dann das: Meine drei Lieblings-Selig-Männer rennen nun obendrein noch als Frauen rum. In mörderischen High Heels trotz Schnee-Massen. Leicht bekleidet. Mit pinken Perücken, BHs und Strapsen.

Die besseren Frauen (v. l.): Enrico, Renée und Günter (ohne H, ohne Hemmung) vom Selig im Selig. Foto: G. Selig

Die besseren Frauen (v. l.): Enrico, Renée und Günter (ohne H, ohne Hemmung) vom Selig im Selig. Foto: G. Selig

Ich überlegte.  Wenn Männer die besseren Frauen sind, sich pflegen, sogar schminken und Sprizz trinken. Tja, was machen wir Frauen dann (außer zu schnitzeln)? Sind wir arbeitslos? Um Himmels Willen!

Sind wir etwa Herz IV?

Bussi, Eure Dosenbierly.

Klüger knutschen

09. Februar 2010

Sehr verehrte Schlauberger und Schlaubergerinnen,

jetzt weiß ich endlich, wie sich Außerirdische fühlen müssen. Nämlich so wie ich.

Ich hab es gestern zwar nicht auf den Mond geschafft (dass mach ich mit Gerd Käfer, wenn er 100 wird. Is schon fix ausgemacht!). Dafür war ich auf dem Planeten Hochkultur. Mit lauter Männchen, die nicht mehr grün hinter den Ohren sind und rosa Himbeer-Prosecco trinken.

Im Klar-wie-Kloßbrühe-Text: Ich war beim AZ-Sternefest. Quasi dem Oscar unseres sehr verehrten Feuilletons. Eine Oase der Klugen, Gscheiten und Gebildeten. Es ist alles wie früher. Männer tragen ihre besten Schuhe aus, Frauen die tollkühnsten Frisuren - und es darf überall geraucht werden!! Hätte es ein Rauch-Verbot gegeben, wäre eh niemand gekommen.

Hollywood kann einpacken: In Riem ist der neue Sunset Boulevard. Foto: Brangelina TomKat

Hollywood kann einpacken: In Riem beim Schuhbeck ist der neue Sunset Boulevard. Foto: Brangelina TomKat

Ich als Sonder(bar)beauftragte darf heuer also dabei sein. Welch Ehre, welch Spaß, welch Wow! 250 wichtige, mir nur - äh, räusper - teilweise recht bekannte Menschen stehen in Alfons Schuhbecks Teatro und haben diesen kreativen-wissenden IQ-Blick drauf.

Ich laufe herum, treffe meinen Chef und ein paar liebe AZ-Kollegen und staune: Hier wird echt mal angeregt geplauscht. Weit weg von Smalltalk und big Angeber-Business. Echte, aufrichtige Gespräche.

Der Kultur-Beweis: Zwischen Prosecco wird eine Carpe-Diem-Pulle gekühlt. Nicht nur der Tag, auch der Abend muss genutzt werden. Foto: mio

Der Kultur-Beweis: Zwischen Prosecco wird eine Carpe-Diem-Pulle gekühlt. Nicht nur der Tag, auch der Abend muss genutzt werden. Foto: mio

Man mag es mir kaum glauben, aber allzu deplaziert komm ich mir gar nicht vor. Vor allem, als ich IHN sehe, weiß ich, dass alles gut ist und wird: Joseph von Westphalen.

Mein Lieblings-Knutscher, mein Lieblings-Adeliger a.k.a. der Mann mit den zarten Lippen (wir erinnern uns an den Wiesn-Kuss) und der sinnlichen Schreibe steht plötzlich vor mir.

“Kimberly, meine Wiesn-Liebe, wann küssen wir uns endlich mit Zunge?”, fragt Joseph von Westphalen zur Begrüßung und grinst.

Ich lache, bussel ihn und antworte: “Nicht vor Mitternacht!”

Joseph von Westphalen probiert den Himbeer-Prosecco (echt ganz feini), gibt mir Feuer und meint, dass er gerne mit dem Feuer spielt. Aha. Haha. Andere Männer hätten nach so nem Spruch Ärger gekriegt, aber dem klugen Knutscher verzeihe ich alles. Er kann den gähnigsten Spruch echt irre originell verpacken. Der Mann isn Wunder.

Lässt nix anbrennen: Joseph von Westphalen und ich beim Sternefest. Foto: Daniel von und zu Loeper

Lässt nix anbrennen: Joseph von Westphalen und ich beim Sternefest. Foto: Daniel von und zu Loeper

Sein Glück. Und mein Glück. Selten bringt mich ein Mann so zum Lachen wie er. Humor ist alterslos. Wie küssen.

So lustig kann Hochkultur sein: Joseph von Westphalen, Himbeer-Prosecco von Schuhbeck und Kimberly von Gekicher. Foto: Daniel von Loepi

So lustig kann Hochkultur sein: Joseph von Westphalen, Himbeer-Prosecco von Schuhbeck und Kimberly von Gekicher. Foto: Daniel von Loepi

Der kn(a)utschige Joseph von Westphalen stellt mir den Ehrenpreisträger Michael Krüger vor, auch ein sehr witziger Kerl. Verleger und Chef des Hanser-Verlags. Er fragt mich, was hier sonst so passiert. Ich erkläre, dass Clowns zwischen dem Essen herumspringen. Etwas schockiert schaut er mich an und meint: “Hoffentlich habe ich keinen langweiligen Sitznachbar.” Ach, Quatsch, meine ich. “Sie haben sicher  die tollste Frau neben sich.”

In dem Moment kommt ne wirklich hübsche Frau um die Ecke gebogen, begrüßt ihn unheimlich euphorisch. Danach meint der Ehrenpreisträger zu mir: “Wer ist das? Die hab ich noch nie in meinem Leben gesehen.”

"Ach, Du hast so n i-Dings", sagen die Herren - Michael Krüger (l.) und Joseph von Knutschphalen. Foto: i-Dings.

"Ach, Du hast so n iDings", sagen die Herren - Michael Krüger (l.) und Joseph von Knutschphalen. Jawoll. Foto: iDings.

Der kluge Knutscher kommt plötzlich mit Wuschel-Intendant Dieter Dorn an. Auch ein smarter, sehr unterhaltsamer Kerl.

Ich überlege: Kultur rockt! Noch nie hab ich so viele spannende, kurzweilige, auf besondere Art sexy Männer getroffen.

Der Kopf ist halt doch der neue Waschbrettbauch!

Deshalb die Voll-Veränderung: Ich werde künftig mehr Bücher lesen, öfter ins Theater gehen und mir n Kammerspiel-Abo zulegen. Und mir schon fürs AZ-Sternefest 2011 ne Karte sichern.

Küsschen (klingt seriöser), Eure Kulturly.

Verrückte Wau-Frauen

08. Februar 2010

Liebe Häschen und Bunnys,

wann genau war eigentlich der Zeitpunkt, dass ALLE Frauen verrückt geworden sind? Muss da grad auf dem Klo oder beim Friseur gewesen sein. Denn irgendwie hab ich den Moment verpasst.

Umso heftiger holt mich nun die Realität der verrückten Wau-Frauen ein. Bin offenbar weltweit die Einzige, die den neuen Gaga-Trend - Codename “Winke-winke” - nicht mitmacht.

Und der sieht so aus: Ob in der P1 Bar oder im H’ugo’s, Männer haben eine neue Anmach-Masche entdeckt, auf die alle Frauen in München deppert hereinfallen.

Also. Ein Mann steht irgendwo an einer Bar, sieht eine Frau, die nicht wie ein Vollkrapfen ausschaut und winkt sie pseudo-cool zu sich. Hat der Winke-Mann einen Funken Charme,  lächelt er dazu - aber auch das braucht’s nicht wirklich. Wau-Frauen haben ihre Würde mit den Ugg-Boots an der Garderobe abgegeben und fahren auf das Anti-Anpirsch-Verhalten völlig ab.

Der Mann winkt nun lässig und nach wenigen Sekunden geschieht tatsächlich IMMER das Wunder: Die Wau-Frau tapst brav an - als wäre sie ein Schoßhündchen und gibt artig Pfötchen. Fehlt nur noch, dass sie bellt, sabbert oder mit dem Popo wedelt. Der Mann wirft ihr dann einen verbalen Knochen hin (”Wie heißtn Du?”, “Biste öfter hier”, “Blabla”) und die Wau-Frau beißt an.

Als wäre das nicht alles bodenlos bedenklich genug, geht es noch bananiger weiter. Merkt der Winke-Mann nach paar Sekunden, dass die Wau-Frau weder die Optik noch den IQ eines Chihuahuas übertrifft, winkt er sie wieder weg. An dieser Stelle muss ich meine Empörung mit einigen Ausrufezeichen untermalen.

Deshalb von vorn: Der Mann winkt die angetrabte Wau-Frau wirklich wieder weg!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Und was macht sie?

Sie stöckelt indeed wieder davon!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Der Winke-Mann läuft nicht etwa mit rausgeflutschter Zunge hechelnd hinterher, sondern bestellt sich in der Regel erstmal einen Wodka-Bull.

20 Minuten später wird der Winke-Mann von interessierten Blicken der Wau-Frau (ein Mix aus Bewunderung und Ablehnung) überhäuft. Hat er doch Bock auf sie, geht er jetzt zu ihr, steckt ihr seine Nummer zu und hat spätestens am nächsten Morgen, wenn nicht gleich schon nach Mitternacht die erste Flirt-SMS der Wau-Frau erhalten.

Wau? Wow!

So viel Wahnsinn gab es selten. Warum ich die einzige Frau bin, die sich nicht heranwinken lässt, weiß ich selber nicht. Kann an meiner Sehschwäche liegen, dass ich das Winken einfach nicht sehe. Ein Glück! Würde mich ein Mann arrogant-dämlich zu sich winken, würde ich zur Bulldogge werden.

Wuff-Bussi, Eure (Z)Winkerly.

Back to Vergangenheit

05. Februar 2010

Hi - und hihi!

Was 14-Jährige am besten wissen und ich nach meinem Pubertätsende (also vorgestern) kurzzeitig verdrängt hatte, ist jetzt auch wieder bei mir Oldie angekommen: Die dollsten, tollsten Partys finden halt doch dahoam statt.

Ohne rotem Teppich und ohne Schicki und Micki. Dafür mit leicht zertrampelten und vermatschtem Parkettboden und mit echten Freunden. In meinem Fall waren das meine zwei Lieblings-Mädels. Nennen wir sie decknamenhaft Weißbier-Tina und Schweinebraten-Lina. Weißbier-Tina trinkt mittlerweile lieber Weißwein, aber Schweinebraten-Lina macht immer noch gerne Schweinebraten. Ich kenne und liebe die beiden seit der Grundschule. Obwohl mir Weißbier-Tina gestern verriet: “Ich habe dich am Anfang gehasst. Denn du hast mir meine Grundschulfreundin Julia weggeschnappt.” Julia ist nun ganz weg, dafür sind wir alle noch vereint.

Wie das bei echten Freundinnen ist, sieht man sich natürlich viel zu selten. Liegt in dem Fall zu 99 Prozent an mir, weil ich 1. verplant und 2. oft busy bin. Eigentlich gehört es zu unserem Ritual, dass ich vor jedem Treffen 20 Minütchen vorher absage, weil eben was dazwischen geflutscht ist. Is blöd und doof und unentschuldbar und ich weiß es.

So. Jetzt hat es aber endlich mal geklappt. Die Mädels bei mir dahoam in der Küche. Dazu noch unser Schulfreund Tegernseer-Helles-Christoph. Hab extra viel Wodka, Bull, Aperol, Prosecco, Weißwein und noch mehr Weißwein gekauft.

Das Schöne, Verblüffende, Einzigartige und Wunderbare: Selbst wenn wir uns 300 Jahre nicht gehört, gesehen, gesimst, gefacebookt hätten - so what! Von der ersten Sekunde des Wiedersehens war es wie gestern. Gestern, als wir Abi gemacht und mit Desperados auf unseren Mit-Ach-und-Krach-Schnitt angestoßen hatten.

Spätestens nach vier Sekunden ging mir das Herz auf. Hätte losheulen können. Wie grandios sind Menschen, die einen das halbe oder sogar ganze Leben begleiten! Die einen kennen und bedingungslos mögen. Egal, was man macht - oder lässt.

Die drei sind übrigens auch die einzigen Menschen, die mich ungestraft Kimby nennen dürfen. Für die ich auch gar nicht Kimberly bin.

Wir saßen in der Küche, quatschten, lachten, diskutierten die ganze Nacht durch. Wer Kinder will, wer heiraten möchte, wer glücklich ist, wer nicht und warum. Wir aßen das, was ich zuletzt mit 14 gegessen habe: Chips mit Rosmarin und schwarzem Pfeffer. Fehlte nur noch, dass wir Flaschendrehen oder “Pflicht oder Wahrheit?” gespielt hätten.

Schweinebraten-Lina, die auf der anderen Seite der Isar wohnt, ging als Letzte. So gegen vier Uhr. Ich plumpste ins Bett und fühlte mich glücklich, beschützt und geliebt. Freunde muss man pflegen. Werde in Zukunft nie wieder absagen.

Ehrenwort-Bussi, Eure Kimby.

Die Schönwetter-Männer

03. Februar 2010

Ihr Schönsten des Landes,

das Leben hat mich wirklich live-haftig zurück. Nach einer langen Bettgeschichte der grippigen und weniger erotischen Art habe ich das gemacht, was frau halt so macht, wenn sie eben gesundet ist: Leicht bekleidet durch Bibber-München stöckeln und im kleinen Lilanen (nicht im kleinen Schwarzen) partyshaken inkl. Outdoor-Smoking ohne Smoking-Jacke.

Männer frieren heutzutage ja auch schneller als zu Steinzeit-Zeiten. Tja, Gentlemen sind offenbar nur noch Schönwetter-Erscheinungen und deshalb ausschließlich bei 30plus-Graden aktiv.

Deshalb muss ich mich auf der “Wolfi Bierlein wird Marketing-Direktor im Louis Hotel“-Party anders wärmen. Die Schnuckel-Herberge von Rudi Kull und Albert Weinzierl am Viktualienmarkt hat mit dem Ex-Tiffany-Boss einen schmucken Fang gemacht.

Münchens Musketiere (v. l.): Rudi Kull, André Garcia, Wolfi Bierlein und Albert Weinzierl im Louis. Foto: Daniel von Loepi

Münchens Musketiere (v. l.): Rudi Kull, André (nicht Andy) Garcia, Wolfi Bierlein und Albert Weinzierl im Louis. Foto: Daniel von Loepi

Wolfi weiß, wie niveauvoll gefeiert wird. Von all den Frühstücken bei Tiffany nun ein Cocktail prolongé im Louis.

Wer nicht weiß, was ein Cocktail prolongé ist, muss sich nicht in Grund und Boden schämen, sondern sollte lieber weiterlesen. Also, ich setz mir mal eben die imaginäre Schlauberger-Brille auf und erkläre es so: Beim Cocktail prolongé handelt es sich um einen verlängerten Cocktail, der gegen 19 Uhr anfängt und vor 23 Uhr vorbei sein sollte. Sollte. Natürlich ist ein amüsanter Cocktail prolongé NIEMALS auch nur ansatzweise vor 23 Uhr vorbei. Schon gar nicht in München. Schon gar nicht zu Krisenzeiten. Schon gar nicht, wenn Wolfi Bierlein ruft.

Knallvoll ist’s im Hotel. Madame-Chefredakteurin Katrin Riebartsch erzählt mir, wie erstaunt sie ist, dass soooo viele Männer da sind. Tatsächlich. Auch, wenn niemand von den Herr- und Bubschaften seine Jacke rausrückt, sind die meisten doch ganz smart.

Peanuts Erdmann scherzt wie immer (”Andere sind Verleger, ich verlege meine Frau”), Andrea Schoeller entzückt wie immer und Uschi Dämmrich von Luttitz lacht mit Süß-Single-Tochter Stephanie wie immer.

Alles wie immer - und doch anders. So gemütlich, blaublütig und irgendwann auch wirklich blau. Ich schlürfe Tokiopolitan - also Cosmopolitan mit Reisschnaps und Sesam - und esse das kleinste Mini-Schnitzel der Promi-Welt (Japan-Style!).

Auf der Toilette treffe ich die blonde Vanessa, Society-Lady und ausdrücklich KEIN Party-Girl. In der Hotel-Lobby stoßen wir wieder zusammen und deshalb an, trinken Thai-Mojito mit vielen Kräutern. Ein seeeeeeeeeeeeeehr gutaussehender Kerl mit etwas längeren Haaren sitzt an unserem Tisch, mischt sich ins Gespräch ein und sagt: “Eigentlich bin ich ja Party-Girl. Vor allem mit der Frisur. Ich bin Davorko.” Wir lachen.

Ich überlege. Männer müssen Frauen nicht mit ihren Smoking-Jacken wärmen. Lieber mit ihrem Humor.

Bussi, Eure Bibberly.

Rotz statt Sprizz

01. Februar 2010

Hallo und Halli,

es gibt einen Zustand, der schlimmer ist als Laufmaschen, P1-Abweisung und fiese Pickel beim ersten Date zusammen: krank sein. Und zwar so richtig. Mit liegen und liegen und liegen und nix anderem.

Ging mir die gefühlten letzten 100 Tage so. Nerv-Grippe all inclusive. Happy Aua statt Happy Hour. Rotz statt Sprizz. Doch auch da muss frau mal durch - und merkt schnell: Ganz schrecklich einsam ist das so auf Dauer im kaputten Bett. Vor allem im (W)ach-Zustand.

Meine LAGs (Leidensabschnittsgefährten) heißen Aspirin plus C, Tabletten minus Geschmack, Tempo, inTouch und Beef. Ja, selbst die Steak-Bibel hab ich auswändig gelernt, um den Kontakt zur Männerwelt in meiner Solo-Schnief-Phase nicht zu verlieren.

Das Schlimmste am Kranksein ist ja die Angst. Die Angst, man könnte gerade sein Leben verpassen. Oder seine Liebe. Das ist natürlich so unfassbar furchtbar, dass ich ständig geheult habe. Einfach so. Grundlos. Wenn ich mich dann endlich mal aus der Horizontalen rausbewegt habe, Richtung Badezimmerspiegel - da schaute mir das Grauen alias ich im Spiegel entgegen. Rote Haut, rote Nase, dazu diese Grippe-Bleiche mit Gelbstich. Resultat: Wasser marsch! Ich heulte, heulte, konnte nicht mehr aufhören und badete so tief in meinem Selbstmitleid, dass es Nichtschwimmer längst ausgeknockt hätte.

Grippe ist nix für Weicheier. Geschweige denn für gefühlsduselige Mädels wie mich. Je mehr mein Fieber stieg, desto schlimmer sank meine Selbstachtung. Ich fühlte mich so allein, so ungebliebt, so unnütz, so verloren, dass ich einfach versuchte, 78 Stunden am Stück zu schlafen. Klappte leider nicht, weil ich ja schon davor 33 Stunden geschlafen hatte und somit halbwegs ausgeruht war.

Trotz Einsamkeits-Ängsten ging ich eigentlich nie ans Telefon. Doch wenn ich mal auf Leute reagierte, die sich Sorgen machten, wurde mir beim Quatschen mein Elend noch viel bewusster. Das Ergebnis - logo - ein hysterisches Tränenmeer.

Als ein lieber Freund einen Riesen-Topf Hühnersuppe vorbei brachte, fiel ich ihm liebeshungrig um den Hals, dass er nach 20 Minuten Sorge hatte, ich könnte ihn erwürgen. Auf Dauer ist das natürlich keine allzu geeignete Art, Männer längerfristig an sich zu binden.

Der liebe Freund: “Kimberly, Du musst schnell gesund werden, sonst drehst Du ja echt noch durch. Exe am besten die Suppe weg!” Er wischte meinen (Angst-)Schweiß von der Stirn und ging.

Das tat ich: Ich stellte mir die Suppe als Schampus vor und schlürfte alles weg. Mit vollem Bauch schlief ich eine Stunde, wachte auf und sah es im kater-ähnlichen Dämmerzustand mit Grauschleier plötzlich deutlich: Ich war geheilt. Die Zaubersuppe hatte mich gesund gemacht. Obwohl ich Suppen hasse und sie auch irre eklig schmeckte. Doch darum geht es ja nicht.

Ich hatte das Gefühl, doch nicht ganz allein auf dieser Welt zu sein. Und ich kann stolz auf mich sein. Ich habe 120 Stunden allein verbracht. Nur mit mir selbst - und so schlimm wie befürchtet, ist das gar nicht.

Virenfreies Bussi, Eure Gripperly a.D.

Saxx and the City

26. Januar 2010

Verehrteste Blog-Gemeinde!

Bin vollgepumpter als jeder Radrennprofi. Eine Apotheke auf zwei Beinchen. In München ist ja auch grad jeder verschnupft. Will Euch aber nicht mit meinem Gesundheitszustand zutexten. Das Leben ist ja trotzdem schön.

Zumal ich ab 21 Uhr doch immer wieder aufs Neue fit werde. Vielleicht hab ich auch einfach ne Morgen-Allergie.

Gestern also die DLD-Nacht im P1 Club - und auch in meiner geliebten P1 Bar. Zwei Gläser Weißwein, ein bissl Mucke, Lila-Laune, viele wichtig(tuend)e Menschen - da kommt jeder in Schwung. Sogar ich kränkelnde Kaltlocke.

The Club to be: P1 Club im Haus der Kunst. Foto: Remmy Demmy

The Club to be: P1 Club im Haus der Kunst. Foto: Remmy Demmy

Letztes Jahr war noch Lady GaGa da. Jetzt tummeln sich hier Germany’s next Top- und Flopmodels, blonde Moderatorinnen und/oder Schmuckdesignerinnen. Dazu Medien-Menschen und ein ziemlicher Männerüberschuss, was ich persönlich nicht weiter schlimm finde. Alle tragen Anzug, teure Schuhe und etliche Bändel um den Hals. Gucken  modern-cool und halten alle verzweifelt Ausschau nach der großen oder irgendeiner Liebe. Ist also eigentlich alles wie immer. Trinken, suchen und wenn es bitte geht: finden.

Ich finde nach einer abgetauchten Ewigkeit Gitta Saxx. Mein Lieblings-Jahrhundert-Playmate (gibt auch nur eins). Früher auf jeder Party, heute nirgends mehr, nur noch in Wien. Weg aus Schwabing und der Society. Ein echter Verlust für Schickimicki-City.

Zum Wiedersehen und -busseln falle ich saxxy Gitta um den Hals, gratuliere ihr nachträglich zum 45. Geburtstag. Boah, schaut die Säxxin dolle aus!!

Ihrem Pass glaubt kein Mensch: Jahrhundert-Playmate Gitta Saxx auf der DLD-Party. Foto: Brauer

Ihr Pass muss gefälscht sein: Jahrhundert-Playmate Gitta Saxx sieht auf der DLD-Party aus wie 20plus. Foto: Brauer

Ihr Jungbrunnen ist kein Jungspund. Sondern: “Cremen - und lieben”, wie Gitta mir sagt. Und: “Ist wirklich gut, ne Zeit lang aus München weg zu sein. Denn wenn ich wie heute mal da bin, freuen sich alle und sind besonders übertrieben nett.”

Tja. Ist halt n prima Trick. Willste was gelten, mach dich selten.

Sollte ich auch mal für ne Ecke verduften??

Bussi, Eure Kimp(1)erly